Buchpremiere Berlin
Gestern Abend stellte die Dichterin Nora-Eugenie Gomringer im Berliner Haus für Poesie ihr neues Buch Am Meerschwein übt das Kind den Tod vor. Die ehemalige Literaturwerkstatt war eng mit ihrem kürzlich verstorbenen Vater Eugen Gomringer verbunden – vor allem durch den Gründer und damaligen Leiter Thomas Wohlfahrt. Natürlich wurde an diesem Abend auch daran erinnert.
Am Meerschwein übt das Kind den Tod ist ein Buch mit kurzen Texten über die Mutter von Nora Gomringer. Sie ist auch auf dem Cover zu sehen beim Rasenmähen, während Nora zu ihrem Vater hinaufschaut, der das Foto gemacht hat. Nora bezeichnet das Buch nicht als Nachruf, sondern als Nachrough. Dadurch geht sie auf eine poetisch-verspielte, teils humorvoller Weise mit Erinnerungen, Verlust und Sterblichkeit um.
Zum Schluss möchte ich noch bemerken, dass ich vor zehn Jahren Nora Gomringer in diesem Haus für Poesie (damals Literaturwerkstatt) kennengelernt habe. Zusammen mit der Dichterin Maud Vanhauwaert habe ich in meiner Rolle als Übersetzer auch viele heitere Momente mit den beiden sympathischen Dichterinnen erlebt. Damals nannte Nora mich “Alarm“ und heute auch wieder in der Widmung ihres neuen Buches.
Auf Grund der Lesung kann ich das Buch jetzt schon empfehlen.







